Hallo ihr lieben,
meine Russische Landschildkröte (4 Jahre) hat sich am Samstag noch nicht ganz ausgebuddelt, aber doch soweit, dass der Panzer fast komplett rausgeguckt hat. Dazu muss ich allerdings sagen, dass am Wochenende die Außentemperaturen bei uns zum ersten Mal wieder in den Plus-Bereich gestiegen sind, und die Kühlschranktemperatur auch um etwa ein Grad gestiegen ist. Ich hab den Kühlschrank dann wieder ein wenig kühler gestellt, und den Kleinen wieder ein wenig mit Erde bedeckt, um zu sehen, ob er sich weiter ausbuddelt. Heute morgen hat dann leider wieder die Spitze vom Panzer rausgeguckt.
Muss ich mir Sorgen machen, und heute zum Tierarzt (natürlich Reptilien-Facharzt), oder ist das normal bei Temperaturschwankungen?
Hier sind noch ein paar Infos, falls das irgendwie wichtig sein sollte:
- letztes Jahr hat er wunderbar bis Ende Februar durchgeschlafen
- Meine zweite Schildkröte (2 Jahre) schläft noch tief und fest
- Die Kühlschranktemperatur liegt zwischen 3,0 und 3,9 Grad (gemessen mit Fühler im Substrat) - eigener Kühlschrank im Keller
- Die beiden sind zusammen in einer Kiste mit Seramis unten, dann eine Mischung aus Terrarienerde und Kokossubstrat, obendrauf Buchenlaub (insgesamt feucht)
- Beide wurden vor dem Winterschlaf entwurmt und "ausgeleert"
- Sie wurden im Terrarium auf die Winterstarre vorbereitet (2m x 60cm, und ich möchte jetzt bitte, bitte keine Diskussion über Terrarienhaltung vom Zaun brechen)
- Der vierwöchige Check hat bis jetzt keine Auffälligkeiten ergeben.
Danke für eure Antworten.
LG Christine
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Mein Russe buddelt sich langsam aus Muss ich mir Sorgen machen?
#2
Posted 18 Januar 2010 - 17:17
Hallo,
dass kann an den Temperaturschwankungen liegen. Russen sollten kälter überwintert werden, also drehe die Temperatur am Besten ein Grad runter.
Auch mögen Russische Landschildkröten die Feuchtigkeit nicht, du solltest sie daher nächstes Jahr in trockenerem Substrat überwintern.
Warte weiter ab, wenn es sich negativ entwickelt, dann langsam auswintern und ab zum reptilienerfahrenen Tierarzt.
Ich hoffe dass deine Schildkröten nicht das ganze Jahr nur im Terrarium gepflegt werden - denn wie die du selbst weißt, wäre nur eine Freilandhaltung artgerecht!
Grüße
Sebastian
dass kann an den Temperaturschwankungen liegen. Russen sollten kälter überwintert werden, also drehe die Temperatur am Besten ein Grad runter.
Auch mögen Russische Landschildkröten die Feuchtigkeit nicht, du solltest sie daher nächstes Jahr in trockenerem Substrat überwintern.
Warte weiter ab, wenn es sich negativ entwickelt, dann langsam auswintern und ab zum reptilienerfahrenen Tierarzt.
Ich hoffe dass deine Schildkröten nicht das ganze Jahr nur im Terrarium gepflegt werden - denn wie die du selbst weißt, wäre nur eine Freilandhaltung artgerecht!
Grüße
Sebastian
#3
Posted 21 Januar 2010 - 11:33
das mit dem trockenen substrat ist mir neu 
solange sie nicht zu stark an gewicht verliert und auch weiterhin mit geschlossenen augen starrt, ist alles ok. es ist vollkommen normal, dass die kröten wärend der starre manchmal wandern. da sich russen bei tieferen temperaturen tiefer vergraben und bei steigenden wieder hochbuddeln, liegt es mit sicherheit an den temperaturen. es gibt auch unzählige beispiele, wo sich kröten gar nicht verbuddeln und oben auf dem substrat starren. wofür ist denn das seramis in der kiste?
also nochmal zusammengefasst:
- wandern ist unbedenktlich
- gewichtsverlust sollte nicht mehr als 10% sein
- augen geschlossen und nicht angeschwollen
- kein nasenausfluß
- leicht verzögerte, langsame reaktionen beim berühren der gliedmaßen
- feuchtes, aber nicht nasses substrat
solange sie nicht zu stark an gewicht verliert und auch weiterhin mit geschlossenen augen starrt, ist alles ok. es ist vollkommen normal, dass die kröten wärend der starre manchmal wandern. da sich russen bei tieferen temperaturen tiefer vergraben und bei steigenden wieder hochbuddeln, liegt es mit sicherheit an den temperaturen. es gibt auch unzählige beispiele, wo sich kröten gar nicht verbuddeln und oben auf dem substrat starren. wofür ist denn das seramis in der kiste?
also nochmal zusammengefasst:
- wandern ist unbedenktlich
- gewichtsverlust sollte nicht mehr als 10% sein
- augen geschlossen und nicht angeschwollen
- kein nasenausfluß
- leicht verzögerte, langsame reaktionen beim berühren der gliedmaßen
- feuchtes, aber nicht nasses substrat
#4
Posted 21 Januar 2010 - 19:54
Zitat
das mit dem trockenen substrat ist mir neu 
Wer behauptet das? Bitte nichts verwechseln, Griechen und Breitränder brauchen ein feuchtes Substrat,
dass ist klar. Weißt du aber wo Testudo horsfieldii vorkommt? In sehr von der Trockenheit geprägten
Gebieten, d.h. Steppen, Wüsten = trockener (Lehm)boden - wenig Niederschlag! Genau aus diesem Grund ist auch die Pflege
dieser Art in Deutschland im Freigehege nicht ganz so einfach. Zusätzlich muss oft Heu angeboten werden bzw. getrocknetes
Futter.
Zitat
wofür ist denn das seramis in der kiste?
Das ist wohl um die Feuchtigkeit besser zu halten, was bei einer Überwinterung für die Tiere, die ein feuchtes Substrat brauchen
auch eine gute Lösung ist. Bei Russischen Landschildkröten ist aber wie bereits erwähnt, nur ein trockeneres Substrat geeignet. Zum
Beispiel ein Sand-Erdgemisch.
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