Hi ich spiele mit dem Gedanken mir eine weibliche Gottesanbeterin zuzulegen. Jetzt wollte ich mal fragen was ihr für eine empfehlt für einen Anfänger. Evtl wäre es nich schlecht noch zu schreiben was sie braucht wie man sie hält usw...
Thx schonmal im voraus
greetz Phil
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Welche für Anfänger geeignet
#2
Posted 06 Februar 2010 - 22:56
Für Anfänger sind im Prinzip alle Gottesanbeterinnen geeignet - es gibt kein Anfängertier.
Es gibt Tiere, die sind aufwändiger zu halten als andere. Ich glaube, Du meinst ein weniger aufwändig zu haltendes Tier.
Für alle Tiere gilt es, den Ansprüchen gerecht zu werden. Diese können alleine in der Ausstattung des Terrarium liegen. Manche brauchen salopp ausgedrückt "nur einen Ast", andere möchten üppige (Kunst) Pflanzenpracht haben.
Unsere Große Gottesanbeterin (Hierodula grandis) habe ich praktisch bei Zimmertemperatur gehalten. Sie war nicht sehr "anspruchsvoll", allerdings sehr verfressen, sehr aggressiv - und normal grün.
Eine sehr schön anzusehende Gottesanbeterin ist die Orchideen - oder Blumenmantis. Ich habe sie bei ca. 28° in einem Terrarium mit guter Belüftung gehalten. Als Bodengrund habe ich Kokoserde genommen. Abends wurde gesprüht.
Frage: Möchtest Du eher "was für´s Auge"?
Für alle Tiere gilt es, den Ansprüchen gerecht zu werden. Diese können alleine in der Ausstattung des Terrarium liegen. Manche brauchen salopp ausgedrückt "nur einen Ast", andere möchten üppige (Kunst) Pflanzenpracht haben.
Unsere Große Gottesanbeterin (Hierodula grandis) habe ich praktisch bei Zimmertemperatur gehalten. Sie war nicht sehr "anspruchsvoll", allerdings sehr verfressen, sehr aggressiv - und normal grün.
Eine sehr schön anzusehende Gottesanbeterin ist die Orchideen - oder Blumenmantis. Ich habe sie bei ca. 28° in einem Terrarium mit guter Belüftung gehalten. Als Bodengrund habe ich Kokoserde genommen. Abends wurde gesprüht.
Frage: Möchtest Du eher "was für´s Auge"?
#3
Posted 07 Februar 2010 - 02:17
Birgit hat ja bereits einiges geschrieben. Einsteiger werden mit allen Arten, die einen breiteren Toleranzbereich haben und aus eher trockenen Habitaten stammen, am leichtesten zurechtkommen. Das heißt nicht, dass man diesen Tieren alles zumuten kann, sondern dass sie Haltungsfehler in einem gewissen Rahmen am ehesten verzeihen. Hierunter fallen beispielsweise einige Arten der Gattung Sphodromantis, aber auch Phyllocrania paradoxa. Selbst Vertreter der Gattung Hierodula kommen mit einer zurückhaltenden Wasserversorgung zurecht.
Die Beckengröße sollte die Maße 20x20x20 cm nicht unterschreiten, besser man arbeitet mit Kantenlängen von mindestens 30 cm. Bei diesen kleinen Behältnissen sollte möglichst die gesamte Deckfläche eine Gaze-Bespannung aufweisen, einerseits um die Luftzirkulation zu optimieren, andererseits da sie als Hängeplatz und Lauffläche genutzt werden kann. Eine zweite Lüftungsfläche im unteren Bereich des Beckens ist ebenfalls anzuraten.
Bodengrund ist variabel, beispielsweise ließe sich Sand oder Laubstreu verwenden. Als Einrichtung bieten sich Zweige oder Äste ebenso an, wie getrocknete Blütenstände mancher Stauden. Der persönlichen Vorliebe sind bei diesen Tieren wenig Grenzen gesetzt, solange sie sich zum Klettern und Abhängen eignen. Beim Einrichten sollte man aber stets darauf achten, genügend Freiräume zu schaffen, damit die Tiere während ihrer Häutungen nicht hängen bleiben.
Lebende Pflanzen mögen zwar aus optischen Gründen interessant erscheinen, bringen aber ein Problem mit sich, die Wasserversorgung. Zwei Dinge passen bei Mantodeen überhaupt nicht zusammen, eine hohe Feuchtigkeit und schlechte Luftzirkulation. Fällt die Lüftungsfläche zu gering aus, verwandelt sich das Becken schnell in eine Sauna, was den Tieren schlecht bekommt. Bei den oben genannten Arten reicht ein vorsichtiges Sprühen am Abend durchaus, um den Wasserbedarf der Tiere zu decken.
Arbeitet man mit zu geringen Temperaturen, läuft der Stoffwechsel der Tiere nur eingeschränkt, was auf Dauer zu Systemschäden führen kann. Bei Hierodula sollte die Tagestemperatur bei ca. 27 oder 28 °C liegen, bei den Vertretern der Gattung Sphodromantis oder der Art Phyllocrania paradoxa wären es ca. 28 – 30 °C, nachts darf der Wert auf 20 °C abfallen. Als Heizquelle dient eine Lampe über dem Becken, die den jeweils benötigten Temperaturbereich ermöglichen soll.
Die Futtertiere sollten jeweils ca. ein Drittel bis die Hälfte der Körpergröße der Gottesanbeterin besitzen, hungrige Tiere greifen aber auch Beute bis zur eigenen Länge.
Die Lebenserwartung beträgt ca. 8 – 12 Monate, manche Tiere sterben früher, andere werden älter, was nicht zuletzt von den Haltungsbedingungen abhängt.
Grüße
Die Beckengröße sollte die Maße 20x20x20 cm nicht unterschreiten, besser man arbeitet mit Kantenlängen von mindestens 30 cm. Bei diesen kleinen Behältnissen sollte möglichst die gesamte Deckfläche eine Gaze-Bespannung aufweisen, einerseits um die Luftzirkulation zu optimieren, andererseits da sie als Hängeplatz und Lauffläche genutzt werden kann. Eine zweite Lüftungsfläche im unteren Bereich des Beckens ist ebenfalls anzuraten.
Bodengrund ist variabel, beispielsweise ließe sich Sand oder Laubstreu verwenden. Als Einrichtung bieten sich Zweige oder Äste ebenso an, wie getrocknete Blütenstände mancher Stauden. Der persönlichen Vorliebe sind bei diesen Tieren wenig Grenzen gesetzt, solange sie sich zum Klettern und Abhängen eignen. Beim Einrichten sollte man aber stets darauf achten, genügend Freiräume zu schaffen, damit die Tiere während ihrer Häutungen nicht hängen bleiben.
Lebende Pflanzen mögen zwar aus optischen Gründen interessant erscheinen, bringen aber ein Problem mit sich, die Wasserversorgung. Zwei Dinge passen bei Mantodeen überhaupt nicht zusammen, eine hohe Feuchtigkeit und schlechte Luftzirkulation. Fällt die Lüftungsfläche zu gering aus, verwandelt sich das Becken schnell in eine Sauna, was den Tieren schlecht bekommt. Bei den oben genannten Arten reicht ein vorsichtiges Sprühen am Abend durchaus, um den Wasserbedarf der Tiere zu decken.
Arbeitet man mit zu geringen Temperaturen, läuft der Stoffwechsel der Tiere nur eingeschränkt, was auf Dauer zu Systemschäden führen kann. Bei Hierodula sollte die Tagestemperatur bei ca. 27 oder 28 °C liegen, bei den Vertretern der Gattung Sphodromantis oder der Art Phyllocrania paradoxa wären es ca. 28 – 30 °C, nachts darf der Wert auf 20 °C abfallen. Als Heizquelle dient eine Lampe über dem Becken, die den jeweils benötigten Temperaturbereich ermöglichen soll.
Die Futtertiere sollten jeweils ca. ein Drittel bis die Hälfte der Körpergröße der Gottesanbeterin besitzen, hungrige Tiere greifen aber auch Beute bis zur eigenen Länge.
Die Lebenserwartung beträgt ca. 8 – 12 Monate, manche Tiere sterben früher, andere werden älter, was nicht zuletzt von den Haltungsbedingungen abhängt.
Grüße
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